Tilgungsrechner Immobilienfinanzierung: Monatliche Rate und Tilgungsplan berechnen
Ein Tilgungsrechner zeigt dir, wie schnell dein Immobiliendarlehen sinkt und was dich das monatlich kostet. Rechnen wir ein konkretes Beispiel durch – und schauen uns an, wo die üblichen Denkfehler liegen.
Was ist ein Tilgungsrechner und wie funktioniert er?
Ein Tilgungsrechner berechnet aus Darlehenssumme, Sollzins und Tilgungssatz die monatliche Rate sowie den Verlauf von Zins- und Tilgungsanteil über die Laufzeit. Er beantwortet damit zwei Fragen: Was kostet die Finanzierung monatlich, und wie lange dauert es, bis das Darlehen abbezahlt ist.
In den ETW-, MFH- und EFH-Analyzer von PROPORA ist diese Rechnung direkt eingebettet: Über den Regler neben dem Live-Ergebnis-Panel veränderst du Zins und Tilgung, und das animierte 10-Jahres-Cashflow-Diagramm passt sich sofort an. So siehst du nicht nur die Rate, sondern auch, wie sie sich auf den Netto-Cashflow deiner Immobilie auswirkt.
Tilgung bei der Immobilienfinanzierung: Grundlagen und Begriffe
Der Teil der Rate, der die Darlehensschuld reduziert – im Gegensatz zum Zinsanteil.
Der vereinbarte Jahreszins, meist für eine Zinsbindungsfrist von 10 oder 15 Jahren fest.
Prozentsatz der Darlehenssumme, mit dem im ersten Jahr getilgt wird – meist 1 bis 3 %.
Die konstante Gesamtrate aus Zins und Tilgung, die über die Zinsbindung gleich bleibt.
Der nach Ablauf der Zinsbindung noch offene Darlehensbetrag, der meist neu verhandelt wird.
Die tabellarische Übersicht, wie sich Zins- und Tilgungsanteil jedes Jahr verschieben.
Tilgungsrechner Immobilienfinanzierung: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Zins- und Tilgungssatz werden addiert und auf die Darlehenssumme angewendet. Das Ergebnis ist die Jahresrate, geteilt durch 12 die monatliche Belastung. Diese Rate bleibt über die Zinsbindung konstant, nur das Verhältnis zwischen Zins- und Tilgungsanteil verschiebt sich.
Rechenbeispiel zur Annuität
Einflussfaktoren auf die Tilgung: Zinssatz, Laufzeit und Sondertilgung
Drei Stellschrauben bestimmen, wie schnell dein Darlehen sinkt. Ein niedrigerer Zinssatz senkt die Rate oder erhöht bei gleicher Rate den Tilgungsanteil. Eine kürzere Zinsbindung verschiebt das Zinsänderungsrisiko nach vorn, verändert die anfängliche Tilgung aber nicht direkt. Und Sondertilgungen – meist 5 bis 10 % der Darlehenssumme pro Jahr vertraglich möglich – reduzieren die Restschuld zusätzlich, ohne die reguläre Rate zu erhöhen.
Weil sich Zins und erlaubte Sondertilgung von Bank zu Bank unterscheiden, lohnt sich vor der Unterschrift ein Blick in den Finanzierungsvergleich: Dort stellst du bis zu fünf Bankangebote nebeneinander, inklusive PDF-Import direkt aus dem Exposé.
Anfängliche Tilgung: Wie hoch sollte sie sein?
Tilgungsplan erstellen und richtig interpretieren
Ein Tilgungsplan listet Jahr für Jahr, wie viel von der Rate auf Zinsen und wie viel auf Tilgung entfällt. Am Anfang der Laufzeit dominiert der Zinsanteil, weil die Restschuld noch hoch ist. Mit jeder Rate sinkt die Schuld leicht, wodurch der Zinsanteil kleiner und der Tilgungsanteil größer wird – bei gleichbleibender Gesamtrate.
Entscheidend ist der Blick auf die Restschuld am Ende der Zinsbindung: Sie bestimmt, zu welchen Konditionen du anschließend anschlussfinanzieren musst. Im 10-Jahres-Cashflow-Diagramm der PROPORA-Analyzer siehst du diesen Verlauf visualisiert und kannst per Regler direkt prüfen, wie sich ein höherer Tilgungssatz auf die Restschuld nach 10 oder 15 Jahren auswirkt.
Häufige Fehler bei der Tilgungsberechnung vermeiden
Drei Fehler tauchen in der Praxis immer wieder auf. Erstens: Die Rate wird nur für die aktuelle Zinsbindung kalkuliert, das Risiko einer höheren Anschlussfinanzierung bleibt unberücksichtigt. Zweitens: Sondertilgungsrechte werden im Vertrag nicht verhandelt, obwohl sie später Flexibilität schaffen könnten. Drittens: Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer oder Notarkosten fließen nicht in die Finanzierungssumme ein, wodurch die reale Belastung unterschätzt wird.
Tilgungsrechner vs. Finanzierungsvergleich: Was ist sinnvoller?
- ✓Schnelle Orientierung zu Rate und Laufzeit
- ✓Zeigt den Effekt einzelner Stellschrauben isoliert
- –Berücksichtigt nur ein Angebot gleichzeitig
- –Keine Gegenüberstellung realer Bankkonditionen
- ✓Bis zu 5 Bankangebote direkt nebeneinander
- ✓PDF-Import aus Exposés spart Übertragungsaufwand
- –Setzt voraus, dass bereits konkrete Angebote vorliegen
- –Etwas mehr Eingabeaufwand als ein einfacher Rechner
Fazit: Mit dem richtigen Tilgungsplan zur optimalen Immobilienfinanzierung
Der Tilgungsrechner liefert die Basis: Rate, Tilgungsverlauf und Restschuld für ein einzelnes Szenario. Sobald reale Angebote vorliegen, lohnt sich der Schritt zum Finanzierungsvergleich, um Zins- und Tilgungskonditionen mehrerer Banken gegenüberzustellen. Für die Gesamtbetrachtung – inklusive Mieteinnahmen und Cashflow – bringen dich die ETW-, MFH- und EFH-Analyzer direkt zum vollständigen Bild deiner Investition.
Jonas liebt Zahlen und Kennzahlen — bei PROPORA rechnet er Immobilien-Investments für dich nüchtern und transparent durch.
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